Jubiläumssaison 2019

Das Jubiläumsprojekt "Der Lebkuchenmann"

Ein Auszug aus dem Weißenburger Tagblatt vom 07.11.2018

"Lebkuchenmann"-Ensemble trifft sich

Weißenburger Theaterstück kommt voran                              -                                              07.11.2018 08:48 Uhr                         

WEISSENBURG - Das Weißenburg-Theaterstück „Der Lebkuchenmann“ nimmt Fahrt auf. Wer bei dem Projekt mitmachen will, sollte am Mittwoch, 14. November, um 18 Uhr im Weißenburger Wildbadsaal sein. Dann will Regisseur Georg Schmiedleitner sein Ensemble kennenlernen. Der „Lebkuchenmann“ soll im Juli 2019 zwischen acht- und zehnmal im Weißenburger Bergwaldtheater auf­geführt und das Highlight der Jubiläumssaison werden.

Vieles an diesem Projekt fand bislang hinter den Kulissen statt. Es wurde geplant, verhandelt, geschrieben, budgetiert und große Erwartungen wurden geäußert. Die Öffentlichkeit nahm es zur Kenntnis und beschloss, sich das mit aller fränkischen Gelassenheit erst mal anzuschauen. Jetzt aber ist die Zeit fürs Mitmachen gekommen. Das ehrgeizigste Theaterprojekt der vergangenen Jahrzehnte in Weißenburg tritt aus den Kulissen und auf die Bühne.

Am Mittwoch sollen diejenigen Gesicht zeigen, die sich an dem Projekt konkret beteiligen wollen, die selbst auf der Bühne stehen wollen, wenn die Weißenburger Stadtgeschichte in einem magischen Sommernachtstraum in großen Bildern erzählt wird. Staatstheater-Regisseur Schmiedleitner wird weitere Details zum weiteren Ablauf erklären, sich erste Gedanken zur Rollenverteilung machen und vor allem mit den Menschen ins Gespräch kommen.

Die Vorzeichen sehen ordentlich aus. Mehr als 60 Steckbriefe von Menschen, die beim Lebkuchenmann mitspielen wollen, sind beim Weißenburger Kulturamt bereits eingegangen. Unter den zahlreichen Interessierten im Übrigen auch drei Stadträte. Vor allem die beiden Amateurtheater der Luna Bühne und der Weißenburger Bühne sind stark vertreten, aber auch etliche Interessierte ganz ohne Schauspiel-Erfahrung.

Eine große Theaterfamilie

So soll es nach dem Willen von Regisseur Schmiedleitner auch sein. Er wünscht sich eine bunte Mischung aus blutigen Laien, versierten Amateurtheater-Leuten und einigen professionellen Schauspielern. Vom Kind bis zum Senior sollen beim Lebkuchenmann alle Platz haben, die Teil dieser Idee sein wollen. Vor allem wünscht sich Schmiedleitner, dass eine große Theaterfamilie entsteht, die voller Begeisterung und Enthusiasmus an diesem ehrgeizigen Projekt arbeitet.

Zur Auftaktveranstaltung hofft man noch auf weitere Interessenten, immerhin soll das endgültige Ensemble einmal bis zu 100 Köpfe umfassen. Auch wer noch keinen Steckbrief abgegeben hat, ist selbstverständlich herzlich willkommen, stellt deshalb Simon Sulk fest, der beim Kulturamt als zentraler Verantwortlicher für die Organisation verantwortlich ist. Auch müssen die Schau­spieler nicht aus Weißenburg selbst kommen, sondern gerne auch aus der umliegenden Region.

Der ganze Lebkuchenmann tritt nun langsam in die heißere Phase der Umsetzung. Neben dem Ensemble-Auftakt am Mittwoch wird kommende Woche das Logo veröffentlicht. Anfang Dezember startet zudem bereits der Vorverkauf und am 9. Dezember steht eine große szenische Lesung aus dem Stück mit Autor Franzobel und anderen Beteiligten an. Eine größere Baustelle scheint derzeit allerdings noch die Suche nach einem oder zwei prominenten Schauspielern. Hier ist das Kulturamt weiter auf der Suche, nachdem sich eine aussichtsreiche Personalie auf der Zielgeraden zerschlagen hatte.

Der magische Bergwald

Das Stück „Der Lebkuchenmann“ entstand als Folge der Verpflichtung des Schriftstellers Franzobel als Weißenburger Stadtschreiber im Jahr 2017. Der vielfach preisgekrönte Autor (u. a. Bayerischer Literaturpreis 2017) lebte 100 Tage lang in Weißenburg und beschäftigte sich mit den Menschen und der Geschichte dieser Stadt. Daraus entstand das Theaterstück „Der Lebkuchenmann“, das Franzobel direkt in die Kulisse des Weißenburger Bergwaldtheaters geschrieben hat. Es behandelt verschiedene Episoden der Stadtgeschichte, die sich im magischen Bergwald zu einer Art modernem Sommernachts­traum verdichten.

Mittlerweile konnte mit Regisseur Georg Schmiedleitner ein weiterer prominenter Name für die Umsetzung gewonnen werden. Er arbeitete untere anderem am Nürnberger Staatstheater, am Münchner Gärtnerplatztheater oder bei den Salzburger Festspielen als Regisseur.

Die Treuchtlinger Hirschmann Stiftung hatte den Aufenthalt Franzobels als Stadtschreiber finanziert und beteiligt sich nun auch als Sponsor an der Umsetzung des Stücks. Hier un­terstützt auch die Sparkassen-Kulturstiftung.

FAQ Der Lebkuchenmann

FAQ Der Lebkuchenmann (218,0 KB)

Steckbrief für Darsteller

Steckbrief für Darsteller (54,4 KB)

Steckbrief für Helfer

Steckbrief für Helfer (55,2 KB)

Georg Schmiedleitner (2 Bilder)

Regisseur

Franzobel (1 Bilder)

Autor

Vita Franzobel (234,5 KB)

Antje Wagner (1 Bilder)

Theaterwissenschaftlerin

Projektleiterin

Vita Antje Wagner (216,7 KB)

Rebekka Gruber (1 Bilder)

Regieassistenz

Vita Rebekka Gruber (27,5 KB)

Werkübergabe (1 Bilder)

"Der Lebkuchenmann"

Pressemitteilung zur Werkübergabe (269,6 KB)